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Die Frankfurter Küche

Ein Raum als Agent moderner Lebensweise

JOACHIM KRAUSSE

 

ca. 200 Seiten, 18,5 x 22,9 cm
ISBN 978-3-935053-54-9
ca. 28,00 Euro

 

Parallel zum Buch erscheint eine DVD mit 3 Filmen "Das Neue Frankfurt 1925-1930" ("Neues Wohnen - Neues Bauen", "Die Frankfurter Küche", "Die Wohnung für das Existenzminimum") sowie drei Filme von 1927 zur Frankfurter Küche, zur Haarer Küche, und zur Frankfurter Kleinstwohnung. Edition Bauhaus 3, Verlag absolut Medien, Berlin.

 

"Ein Griff und ich hab's"

Was führte in den zwanziger Jahren zu einschneidenden Veränderungen in Wohnung und Haushalt, die nicht zuletzt eine neue Küche erforderlich machten? Was waren die Leit- gedanken für den Entwurf? Und welche Konflikte zeigten sich im Entwurfsprozess wie auch im Prozess der Aneignung durch die Bewohner?
Der Prototyp der modernen Küche entsteht als Teil des Wohnungsbau- programms, das Ernst May als Frankfurter Baudezernent zwischen 1925 und 1930 leitet, und das unter dem Namen "Das Neue Frankfurt" berühmt geworden ist. Die Frank- furter Küche, 1926 entworfen von der Architektin Grete Schütte-Lihotzky, ist kein Anhängsel dieses Wohnungsbaus, sondern sein Herzstück.
Die Studien dieses Bandes gehen auf  Forschungen für ein Filmprojekt über Das Neue Frankfurt zurück, das Joachim Krausse zusammen mit Jonas Geist 1982-85 für den WDR realisierte. Es sollte eine Architek- turgeschichte mit den Menschen werden, die am Entwerfen und Bauen oder an der Propagierung des Neuen Wohnens beteiligt waren. Die Filme wie die vorliegenden Studien beschränken sich daher nicht auf eine Rekonstruktion des Pro- gramms, sondern folgen auch Widersprüchen und Konfliktlinien, die hier prototypisch für eine Einführung einer anderen, nämlich modernen, Lebensweise auftreten.