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Joachim Krausse
Walter Scheiffele

Siemens – 150 Jahre Elektrifizierung

 

 

1997

Synchronopse
12 Seiten, Leporello

21 x 30,5 cm

 

 

Herausgeber:
Hochschule der Künste Berlin und Museumspädagogischer Dienst Berlin

 

ISBN-13 978-3980467-99-5

14,00 Euro

 

 

 

Mit der Gründung von Siemens und Halske 1847 in Berlin beginnt nicht nur der beispiellose Aufstieg eines deutschen Großuntenehmens von Weltgeltung, sondern auch der Prozess industrieller Elektrifizierung, dessen Auswirkungen das Alltagsleben im 20. Jahrhundert gründlich umgestalten. Die Umwälzungen in der Energiegewinnung, dem Verkehr, der elektrischen Beleuchtung und die nicht abreißende Serie von Innovationen der Telekommunikationsmittel sind uns heute selbstverständlich.

 

Hier setzt die synchronoptische Darstellung »Siemens - 150 Jahre Elektrifizierung« ein: Vom Telegraphenboom des 19. bis zur Digitalisierung des ausgehenden 20. Jahrhunderts zeigt sie ein übersichtliches Profil der Veränderungen in den Hauptaktionsfeldern eines Elektrokonzerns bis hin zu den Veränderungen von Lebensumständen seiner Beschäftigten und Konsumenten. Umgekehrt wird die Geschichte technischer Innovationen auch wieder eingebettet in einen politischen und ökonomischen Kontext, den Technik- und Firmengeschichte gern ausblenden.

 

Die Form synchronoptischer Darstellung auf einem Leporello ist eine Antwort auf den in der Sache liegenden Verlust der Anschaulichkeit einer Realität, die, nach Brecht, in»die Funktionale gerutscht« ist. Es kann sich daher nur um eine Konstruktion handeln, wo sie unkenntlich geworden ist.