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form+zweck 6

Design. Begriff und Berufsbild

 

 

Sophie Alex | Thomas Fiehn | Dietrich Hasse | Ingmar Hendrix | Annke Osthues

Studenten-Entwürfe

 

Fahrpult für automatisch betriebene Nahverkehrszüge
Dietrich Hasse, Diplomarbeit an der Kunsthochschule Berlin, 1992, Mentor Dietmar Palloks, Auftraggeber AEG Schienenfahrzeuge Henningsdorf GmbH

Bei vorliegendem Projekt handelt es sich um eine Vorlaufstudie zur Fahrpult für automatisch betriebene Nahverkehrszüge
Dietrich Hasse, Diplomarbeit an der Kunsthochschule Berlin, 1992, Mentor Dietmar Palloks, Auftraggeber AEG Schienenfahrzeuge Henningsdorf GmbH

Bei vorliegendem Projekt handelt es sich um eine Vorlaufstudie zur Gestaltung eines Fahrpultes für vollautomatisch betriebene Nahverkehrszüge als denkbare Lösung für die Berliner U- und S-Bahn.
Da das Fahrpult innerhalb automatischer Systeme nur in Ausnahmefällen, also bei Störungen, außerregulären Fahrten oder im Rangierbetrieb zum Einsatz kommt, wurden die Anzeige- und Bedienelemente weitestgehend reduziert. Das Pult ist in drei Hauptfunktionsgruppen gegliedert:
1. Ein LCD-Display, das den Fahrer nur über die jeweils nötigsten Ist-Zustände des Zugsystems informiert und darüber hinaus Störungen, Defekte und die entsprechende Funktionsbelegung des Tastenfeldes anzeigt.
2. Ein Tastenfeld, dessen Elemente automatisch je nach Bedarf mit variablen Funktionen belegt werden.
3. Ein Fahr-Brems-Schalter, der die Funktionen Fahren und Bremsen sowie den Sicherheitsfahrschalter in sich vereint und der in Form und Größe der Dimension des direkten Steuervorganges angemessen ist.

Die Variabilität von Anzeige und Tastenfeld ermöglicht eine stark reduzierte und übersichtlich gegliederte Gestaltung des Pultes, ohne dabei die notwendige Funktionsvielfalt einzuschränken.
Das Pult kann in den relativ kleinen Raum unterhalb der Frontscheibe, deren Unterkante dem derzeit international vorherrschenden Trend entsprechend verhältnismäßig niedrig liegt, versenkt und verschlossen werden, so daß am Kopf des Zuges eine variable Situation entsteht: Diese bietet im regulären Fall des Automatik-Betriebes den Fahrgästen ein Maximum an Raum, im Bedarfsfall ist eine schnelle, unkomplizierte Umstellung auf die Anforderungen der manuellen Zugsteuerung möglich. Die vorderste Sitzbank steht somit in einem Fall den Fahrgästen, im anderen dem Fahrer zur Verfügung.

Installation zur Sommersonnenwende
Sophie Alex, Diplomarbeit 1992 an der Kunsthochschule Berlin, Betreuer: Jürgen Gotenbach
Am 21. Juni findet jährlich die Sommersonnenwende statt, ein Ereignis, das man bestenfalls dem Kalender entnimmt. Die Sonne erreicht ihren höchsten Punkt, zu Europa steht sie im Winkel von 60,9°.
Die Idee meiner Installation ist die, nur für diesen einen Moment im Jahr ein Bild in seiner vollen Pracht durch den speziellen Sonnenstand sichtbar werden zu lassen. Das Schattenbild entsteht durch Projektion von Flächenformen, die in zwei Ebenen geteilt, sich in vier und fünf Meter Höhe über der ebenen Projektionsfläche befinden. Vor und nach dem Moment des Durchgangs der Sonne durch den Zenit sind die Schatten von- und ineinander verschoben. Die räumliche Anordnung der Flächenformen verhindert die bloße Wahrnehmung des Bildes im Installationsgerüst.
Als Grundlage der dargestellten Formen, aus denen sich das Schattenbild zusammensetzt, wählte ich entsprechend dem Anlaß die Tierkreiszeichen Stier, Zwillinge, Krebs und Löwe, die zu diesem Zeitpunkt nicht zu sehen sind - die Sonne steht in ihnen. Sie geht von Zwilling zu Krebs über, wobei sich Teile des Stiers noch und des Löwen schon am Himmel befinden.
Die Installation befand sich am Punkt Nördlicher Breite 52°32'40'' und Östlicher Länge 13°25'44'' und war ausgerichtet an den Ost-West/Süd-Nord-Koordinaten.
Als Textil- und Flächendesignerin war es mir wichtig, die Fläche nicht nur in den Möglichkeiten ihrer Gestaltung, sondern insbesondere die Fläche als Gestaltungsmöglichkeit für Raum auszuprobieren.

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